Amtsturm Lübz Lübz blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Die urkundliche Ersterwähnung liegt lange zurück. Die Eldenburg verschaffte dem Ort frühzeitig Bedeutung. Im Verlaufe der Jahrhunderte entwickelte sich Lübz zur typischen Ackerbürgerstadt mit einigen Handwerkern. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt ein wirtschaftlich-industrieller Aufschwung, Brauerei, Zuckerfabrik und Molkerei werden gebaut. Lübz entwickelt sich von der Ackerbürgerstadt zu einem Gewerbe- und Industriestandort. Zur Jahrtausendwende lebten in Lübz 6786 Einwohner.

Es wird vermutet, daß der Name "Lübz" vom slawischen Namen "Lubec" abgeleitet wird (Ort des Lubec). Im Laufe der Zeit erscheint der Name in verschiedenen Variationen: Loubze, Lubize, Lubcze, Lubetz, Lubitze, Luptze (nach Schlie).

In einem Kriege zwischen dem Haus Werle und den Markgrafen von Brandenburg fielen die Markgrafen in das werlesche Land durch die (werlesche) Ture ein. Hier erbauten die Markgrafen Otto IV. und sein Sohn Hermann beim Dorf Lübz zur militärischen Sicherung der Region die Eldenburg, deren Turm (Bild links) noch heute steht. In der lübischen Detmar-Chronik heißt es zum Jahre 1308: "Des sulven jares weren de marcgreven wol mit verdusent groten rossen unde mit vele anderen volke in deme lande to wenden unde bueden dat vaste hus de eldeneborch, dat oc lubyze is gheheten"

Ersterwähnung Lübz Ein weiterer Zeitzeuge für die urkundliche Ersterwähnung der Eldenburg (und damit von Lübz) ist eine Tafel (siehe Bild links) die vom Tod des Markgrafen Hermann berichtet: "Anno domini M.CCC.VIII. dominus Hermannus marchio Eldeburgh cum magno exercitu circumuallauit et expirauit. Tunc hoc cenaculum structum fuit." (nach Mecklenburgisches Urkundenbuch V). In der Übersetzung: "Im Jahre 1308 hat der Herr Hermann, ein Markgraf, Eldenburg mit einem großen Heer eingeschlossen und ist gestorben. Damals war dieses Schloß gerade gebaut gewesen." (nach Boldt).


Um 1600 befand sich an der Stelle des heutigen Bürgerhauses, des Amtsturmes und in derem Umkreis eine Burganlage. Ein stark vereinfachtes Modell kann hier betrachtet werden. Dazu ist ein VRML-Plugin erforderlich (z. B. für Mozilla oder den IE).

Mit einer neueren Version des Acrobat Readers kann das Modell der Eldenburg auch dreidimensional betrachtet werden.

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Fotos: D. Garling